Onlineveranstaltung

Das MDR aus Sicht Public-Health - Chancen und Risiken der Revision aus Patientensicht

Im Impulsreferat erwartet Sie ein Einblick in die Praxis. Seit Ende Mai 2020 gilt die neue Medizinprodukte-Verordnung. Aufgrund unrealistischer Übergangsfristen zeichnet sich ein Engpass bei qualitätsgeprüften Medizinprodukten ab. Die Hersteller werden aufgrund der neuen Ausgangslage ihr Produktesortiment bereinigen, um ihre wirtschaftliche Lage nicht zu gefährden und konkurrenzfähig zu bleiben. Dies kann bedeuten, dass die Herstellung gewisser Produkte eingestellt wird. Insbesondere Nischenprodukte bzw. Produkte mit geringer Wertschöpfung sind gefährdet, beispielsweise Brandwundverbände, Dammschnittsets, usw.. Möglicherweise kippt die mit der Neuregulierung angestrebte Verbesserung der Patientensicherheit ins Gegenteil. Eine EU-weit einheitliche Handhabung des Problems wäre wünschenswert, ist aber sehr unsicher. Aus Public-Health-Sicht ist es deshalb zentral, dass die Schweizer Behörden unter Einbezug der relevanten Stakeholder praxistaugliche Übergangslösungen erarbeiten und einführen. Das gemeinsame prioritäre Ziel ist und bleibt dabei die Sicherstellung der Versorgungs- und Patientensicherheit in der Schweiz.

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